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Gestern hatte ich gesagt, dass wohl nichts den Sundowner toppen könnte, aber so kann man sich irren! Aber der Reihe nach:

Der Morgen ging um 5:15 Uhr wieder zeitig los, denn um 5:45 Uhr wurden wir bereits wieder mit dem Jeep abgeholt. Nur Sabi, Antje, Ulli, Hans-Jürgen und ich! Allen anderen war der Schlaf wichtiger gewesen... Selber schuld!

Wieder ging es zu den roten Dünen. Gespannt warteten wir darauf, dass die Sonne über den vor uns liegenden Bergkamm gekrochen kam. Dann war es soweit: erst ein zaghafter Strahl, dann immer mehr, bis die Wüste vor Farben förmlich zu glühen begann, als ob sie explodieren wollte. Jeder Grashalm, jeder abgestorbene Baum, ja sogar die Spuren der Insekten wurden zu einem Farb-Happening. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, was ich zuerst fotografieren wollte. Alles sah einfach so atemberaubend aus!

Nachdem dann alles soweit fotografiert wurden war, gab es Tee und „Zwieback“ an unserem Jeep. Hier bekam sogar der Zwieback-Block einen gewissen Reitz! Als alles wieder verpackt war, ging es mit einer ausgedehnten Fahrt mit dem Jeep durchs Gelände zurück zu unserer Lodge, wo wir noch genug Zeit hatten, um richtig zu frühstücken, bevor wir weiter nach Windhoek aufbrachen.

Unterwegs unterbrachen wir die Fahrt bei der Rostock-Ritz-Lodge, um sie zu besichtigen. Eine feudale Lodge im Stil „Fred Feuerstein“. Dann ging es weiter Richtung Windhoek, wo wir einmal mehr den Wendepunkt des Steinbocks überschritten, wo natürlich ein Fotostopp eingelegt werden musste.

Über den Gamsbergpass schaukelten wir durch das Khomas Hochland. Wie schon gesagt, in letzter Zeit musste es unheimlich geregnet haben, denn auch hier erlebten wir Reihenweise grünbelaubte Bäume, wo sonst nur karge Wüstenlandschaft zu finden ist.

Endlich in Windhoek angekommen, hatte ich eigentlich keine große Lust mehr, noch eine Stadtrundfahrt über mich ergehen zu lassen, aber Programm ist Programm. Kein Wunder nach rund 6 Std. Fahrt, aber Hans-Jürgen schaukelte uns dennoch durch Windhoek, ein Stadtgemisch aus kolonialen Bauten und modernen Gebäuden des 20. Jahrhunderts. Danach wurden wir dann endlich in unserem Hotel, wieder dem Kalahari Sands, abgeliefert.

Um 18:30 Uhr ging es auch schon wieder los. Unser Abschlussabend in Namibia sollte bei einem zünftigen Essen zelebriert werden, was in einem ganz besonderem Restaurant stattfinden sollte, nämlich in Joe’s Beerhouse, dessen Einrichtung an das alte Südwest Afrika erinnert.

Ich bestellte ein Zebra-Steak, natürlich "english". Ich muss sagen, ich war etwas enttäuscht, denn das Zebra schmeckte kein bisschen wild oder exotisch, sondern einfach nur nach Rind! Ulli genehmigte sich einen Spieß, gespickt mit allen landesüblichen Fleischarten: Zebra, Strauß, Krokodil, etc. Daher auch der passende Name: Bushmans-Spit.

Letztendlich fielen wir total erschlagen in unsere Betten.

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