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Nach einem langen Flug (10 Std. Flug über Doha in Qatar mit zusätzlich 5 Std. Aufenthalt vor Ort) und einer noch weitere 5 Std. andauernden Fahrt vom Nairobi-Airport nach Arusha, endlich Ankunft in der Arumeru River Lodge am Mount Meru, in der Nähe von Arusha. Wir waren total erledigt, denn die 23 Std. seit der Abreise machten sich bemerkbar.

Da unsere Zimmer noch nicht fertig waren, entschieden wir uns erst einmal für einen Sprung in den Lodge-eigenen Pool. Wohlweislich hatte ich bereits unsere Badesachen so in die Taschen gepackt, dass ein kurzer Griff reichen würde. Ein Weltenbummler packt halt mit Verstand! Das Wetter war sonnig, etwa 35 Grad und absolut spitze und der Sprung ins erfrischende Nass, die reinste Wohltat.

Dann ging es Schlag auf Schlag: einziehen, frisch machen, umziehen und um 14.00 Uhr Ortszeit wurden wir bereits für unseren 1. Trip in den Arusha Nationalpark (NP) abgeholt. Wir, steht für 10 Personen die es galt, in 2 Toyota-Mini-Bussen mit Allradantrieb unterzubringen. Wir wurden zu 2 Gruppen je 5 Personen aufgeteilt und so hatte jeder Teilnehmer seinen Fensterplatz.

Der Vorteil der Busse: man kann das Dach komplett aufstellen und hat somit einen freien Panoramablick sowohl auch ein Dach gegen zu starke Sonneneinstrahlung von oben.

Jede Gruppe bekam somit neben ihrem Fahrer auch einen eigenen deutschsprachigen Führer. Bus Nr. 1 hatte den Oberführer mit an Bord, der sich auch sogleich mit Alexander der Große vorstellte, mal abgesehen davon, dass er doch tatsächlich kleiner als ich war und ich bin wirklich nicht groß... ich musste schon etwas grinsen, doch bewies er in den 10 Tagen durchaus, dass er „groß“ ist! Körperliche Größe sollte man halt nie unterschätzen....

Unser Bus erhielt ebenfalls einen deutschsprechenden Guide Namens James, was natürlich zu einem weiteren fast rassistischem Schmunzeln einlud... ich wollte schon immer mal meinen eigenen James haben... okay, dies aber wirklich nur als Gag angemerkt.

Unser Fahrer trug den Namen Hamiss und sprach nur englisch, im Gegensatz zu James, der sich ganz locker mit uns in deutsch unterhielt. Und falls ihm mal ein Wort doch nicht so leicht über die Lippen kommen sollte, gab es ja noch immer englisch zur Sprachunterstützung.

Von Anfang an war klar, dass es in unserem Bus munter zugehen würde, da James und Hamiss durch ihren Charme locker dazu beitrugen.

Auf ging's zur 1. Pirsch auf einer sehr holprigen Straße. Wie GUT diese Piste eigentlich in Schuss war, sollte ich noch später erfahren... Bandscheibengeschädigte sollten diese Tour jedenfalls nie ohne Halskrause durchführen oder lieber gleich ganz entsagen.

Wir bemerkten gleich zu Beginn, dass sich unsere Beiden viel Mühe mit uns geben würden, denn James wurde es nicht leid, uns die Tierwelt seiner Heimat näher zu bringen und Hamiss brachte den Bus immer so zum Stillstand, dass wir die beste Sicht zum Fotografieren hatten, und auf Zuruf wurde direkt noch einmal der Motor angeworfen um vielleicht einen Meter vor oder zurück zu fahren.

Der Arusha NP liegt am Rande der erloschenen Vulkankrater Mount Meru (4.566 m) und Ngurdoto und ist mit seinen 137 km2 der zweitkleinste NP Tansanias. Auf der einen Seite steil ansteigend um auf der anderen flach abzufallen. Die Tierwelt beherbergt neben Pavianen und Massai-Giraffen auch Warzenschweine, Wasserböcke, schwarzweiße Colobus-Affen, Zebras, Büffel, etc., aber keine Elefanten oder Nashörner.

Unsere 1. Begegnung mit der Tierwelt fand dann auch fast sogleich am Eingangstor statt: eine stattliche Herde Massai-Giraffen begrüßte uns äußerst neugierig aber zurückhaltend. Nach einer ausgiebigen Knipsorgie fuhren wir weiter und kreuzten den Weg mit der Momella-Lodge, die 1906 von Marianne und Ulrich Trappe als Ngongongare-Farm gegründet wurden ist. 2 Jahre nach dem Tot von Marianne Trappe vermietete ihr Sohn Rolf 1959 einen Teil des Areals an Paramount Pictures als Kulisse und Drehort für den Hollywoodklassiker „Hatari“. Hardy Krüger erwarb mit seinem Partner Jim Mallory 1960 einen Teil des Anwesens und gründete darauf die Hatari-Lodge, von der er und seine Familie 13 Jahre später enteignet und des Landes verwiesen werden sollte. Noch heute ist der Name Marianne Trappe (Mama Tembo) und Hardy Krüger in aller Munde.

Weiter ging es am kleinen und großen Lake Momella entlang, wo wir auf Wasserböcke, Warzenschweine und Büffel trafen. Letztere gelten als äußerst aggressiv, aber wir wurden völlig ignoriert!

Zurück in der Lodge wurde lecker zu Abend gegessen und zeitig ins Bett gegangen, da die anstrengende Anreise noch mächtig in den Knochen saß.

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