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Das 1. Highlight erfolgte sogleich beim Frühstück: ein wilder Marabu stolzierte in der Gartenanlage der Lodge herum und posierte unbeeindruckt für die Kameras der Touristen. Pickte hier, schlürfte das Wasser aus dem Pool und schaute dort.... Eigentlich sollte man den Vogel umtaufen: Lepravogel! Es gibt eben Tiere, die werden nur von ihren Eltern geliebt.

Dann hieß es Aufbruch, um erneut im Arusha NP auf Pirsch zu fahren.

Massai-Giraffen, soweit das Auge reichte. Wir zählten mindestens 21 Stück auf einem Fleck. Weiter führte uns die Fahrt zum Ngurdoto dem kleinen Krater. Die Aussicht in die 400 m tiefe und 3 km breite Kraterschüssel war überwältigend. Der Boden des Kraters ist mit Bächen und Sümpfen durchzogen und bildet so einen Park im Park. Im Hintergrund schaute der Kilimanjaro zwischen den Wolken hindurch. Da ein Abstieg in den Krater nicht gestattet war, fuhren wir zu einem weiteren Aussichtspunkt, dem Boma la Megi. Uns erschloss sich ein grandioser Blick auf die 5 eigentlichen Momella-Seen die in den unterschiedlichsten Blauschattierungen vor uns lagen.

Gegen Mittag brachen wir dann zum 115 km entfernten Tarangire NP auf, denn die dortige 30 km entfernt vom Eingang des NP liegende Sopa Lodge war unser Ziel des Tages.

Obwohl der 1970 eingerichtete 2.600 km2 große Park zu den größeren Tansanias zählt, sind die Serengeti und der Ngorongoro Krater viel bekannter.

Der Weg dorthin gestaltete sich allerdings etwas anstrengend, da die Straßen von riesigen Schlaglöchern verziert waren die bei uns zu Hause schon längst für einen Achsenbruch gesorgt hätten. Unser Bus wurde allerdings doch nicht von allem Übel verschont: ein Plattfuß in Afrika! unweit des kleinen Dorfes Kwa Kuchinia. Also hieß es Reifenwechsel mitten in der Pampa. Seitdem reisten wir ohne Ersatzreifen und bangten bei jeder Furche....

Direkt vom Eingang angefangen, wurden wir von A-ha-Momenten nur so überhäuft. Affenbrotbäume, mit plumpen, überdimensionalen Stämmen und dem wurzelähnlichen Geäst, wo einem schon klar wird, warum Antoine de Saint-Exupéry seinen „kleinen Prinzen“ den Planeten so emsig rein halten ließ! Dazwischen ausladende Schirmakazien und jede Menge Elefanten im hohen grünen Elefantengras! Gleich ganze Horden und alle richtig schokobraun vom rotbraunen Schlamm eingefärbt. Dik-Diks (Dünn-Dünns) posierten für uns sowie Impalas, dazu dieser grandiose Ausblick, dieses Panorama in einer Farbenpracht, die mich sogleich zum schwärmen brachte! Eben AFRIKA!

Die Lebensader des Parks ist der Tarangire-River, der längst durch den Park fließt. Er führt das ganze Jahr über Wasser und somit fallen die Wanderungen der Tiere nicht so ausgedehnt wie z.B. in der Serengeti aus.

Kurz vor der Lodge ein absolutes Highlight: ein frischverliebtes Löwenpärchen! Man sah dem Männchen seine „regelmäßigen Anstrengungen“ an, sein Mädchen zu beglücken. Er hing ziemlich schlaff und mit müden Augen mächtig in den Seilen. Wir warteten geduldig ab, ob sich noch etwas bei dem Herrn „bewegen“ würde, da Löwenpärchen in Stimmung durchaus alle 10 Min. zur Sache kommen können. Allerdings hatte unser Exemplar wohl bereits sein Feuer für den Rest des Tages verschossen.... Nach 20 Min. ließen wir sie in Ruhe und fuhren weiter zu unserer Lodge. Die Sopa Lodge ist wieder einmal ein wunderbares Beispiel dafür, wie natürlich man etwas menschliches dieser Größe in die Landschaft integrieren kann.

Abends gab es dann noch ein leckeres Abendessen und ab ging es hundemüde aber glücklich in die Federn. Hier würden wir für 2 Nächte bleiben.... herrlich!

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