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Der Morgen fing mit einem Ständchen an, denn Sabi feierte heute ihren Geburtstag!

Dann war auch schon Aufbruch, denn unser heutiger Trip würde lang und beschwerlich werden. Es sollte durch den Ngorongoro Crater Conservation Area (CA) bis in den Serengeti NP gehen, was 11 Std. Fahrt bedeutete. Also ein ziemlicher Ritt auf diesen holprigen, staubigen Pisten, die man kaum Straßen nennen mag! Heia Safari!

Natürlich schauten wir immer mit wachen Augen, ob uns vielleicht ein interessantes Tier vor den Wagen lief.

Aus dem Tarangire NP raus ging es erst einmal über eine gut ausgebaute Straße zum Ngorongoro Krater, von dem Bernhard Grzimek meinte, dass die Größe und Schönheit nicht zu beschreiben sei. Es gäbe nichts vergleichbares und sei ein Wunder dieser Welt. Das er damit vielleicht etwas übertrieb, dem aber doch sehr nah kam, sollten wir Tage später selber noch erfahren, wenn uns unsere Reise in die dortige Ngorongoro Wildelife Lodge führen würde, aber zuerst lag das Abenteuer Serengeti vor uns und somit begaben wir uns auf Bernhard Grzimek Spuren, besuchten sein Grab sowie dass seines dort verunglückten Sohnes Michael am Kraterrand des Ngorongoro Kraters, von wo aus man einen grandiosen Rundblick über den 300 km2 großen Kraterboden hat. Aber nun ging es wirklich weiter Richtung Serengeti.

Die Serengeti ist wahrscheinlich der bekannteste NP der Welt. Selbst Menschen, die Tansania nicht einmal auf einer Landkarte finden, kennen den Namen Serengeti, was sich von dem Massai-Wort serenget ableitet – großer, weiter Raum.

Unterwegs unterbrachen wir unsere Fahrt im Ngorongoro Massiv für einen Abstecher in die Olduvai-Schlucht. Sie ist 50 km lang und teilweise bis zu 90 m tief. Durch die prähistorischen Funde von Louis Leakey im Jahr 1961 wurde die Schlucht als „Wiege der Menschheit“ über Nacht berühmt. Noch heute gehen die Ausgrabungsarbeiten während der Trockenzeit weiter.

Mit der Tierwelt sah es hier etwas mau aus. Aufgrund der Trockenheit beschränkt sich diese nur auf Vögel, Schildkröten, Agamen und sonstigen Echsen. Oldupai ist das Massai-Wort für den dort häufig vorkommende Sisal, so gab er der Schlucht seinen Namen.

Das dortige Museum wurde ebenfalls besucht. Der Einführungsvortrag in die Frühgeschichte der Menschheit und die Geschichte der Schlucht gab einen kleinen Überblick über die Grabungsaktivitäten. Zu guter Letzt trug ich mich noch ins "goldene" Buch ein.

Weiter ging es auf der ausgefahrenen Schotterpiste der weiten Steppe entgegen. Gras, soweit das Auge reichte, Schirmakazien, dazwischen große Herden von Zebras, Gnus und Böcken.... genau der Anblick, den man mit Afrika verbindet. Dann ein Highlight: Flusspferde! Eine kleine Herde lümmelte sich behaglich in einem Flusslauf. Wie man sich allerdings in solch einer Kloake wohl fühlen kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben.

Weiter trieb uns die Fahrt Richtung Lobo Wildlife Lodge, unserem heutigen Ziel. Hamiss flog regelrecht über den Schotter mit rund 80 km/h. Eigentlich waren nur 50 km/h erlaubt... so erreichten wir tatsächlich unser Ziel nach rund 11 Std. Etwas kaputt, aber doch vergnügt, hatten doch diverse Begegnungen mit Giraffen, Hyänen und Steinböcken noch für genügend Abwechslung gesorgt, so dass regelmäßig ein kurzer Fotostopp eingelegt werden konnte. Wir hätten echt mit jedem Japaner konkurrieren können: Klick and go!

Die Lobo Wildelife Lodge wurde für 1 Nacht unser Zuhause.

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