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... und? Rrrrrrrrrrichtig, 6:15 Uhr! Wecken!

Eine bescheidene Nacht war das gewesen. Zwar nach langer Zeit das erste Doppelbett, aber nur ein Bettlaken. DAS konnte nicht gut gehen! Ein zweites würde für heute Nacht auf jeden Fall noch geordert werden!

Ein Blick aus dem Panorama-Fenster entschädigte aber voll und ganz. Am Horizont konnte man bereits die Sonne erahnen, das würde ein herrlicher Aufgang werden! Um 6:45 Uhr war es dann soweit, blubb, trat die Sonne hinter dem Bergkamm hervor. Wie immer ein wunderbarer Moment, den Morgen zu begrüßen.

Okay, heute wollten wir erneut und ausführlich durch den Lake Manyara NP pirschen. Unser Ziel sollte die 60 Grad heiße Maji Moto-Quelle werden, die im südlichsten Zipfel des Parks liegt. Vielleicht würden wir auf der Fahrt dorthin die hier häufiger ansässigen Baumlöwen finden. Doch leider, leider.... außer dem eindrucksvollem Bild der steilen, dicht bewaldeten Wände des Rifts, die einen scharfen Kontrast zur großen Fläche des Sees bilden, tat sich nicht viel. Bis auf ein paar Paviane und Meerkatzen sowie einige Giraffen in weiter Ferne tat sich mal wieder nix! So kamen wir auch ziemlich enttäuscht an der heißen Quelle an.

Es war natürlich interessant, die Natronquelle sowie ihre Umgebung zu erkunden. Im seichten warmen Wasser wuchsen hitzeresistente Algen in Kupferrot. Ein recht bizarres Bild. Der Landstreifen zwischen dem See und den steil abfallenden Wänden war ziemlich schmal und Baobabs (Affenbrotbäume), Bäume mit unförmigen Stämmen, beherrschten die Vegetation. In der Ferne waren rosarote Flamingos zu sehen, die gierig im Wasser „löffelten“.

Die Quelle lag zwar nur rund 35 km vom Parkeingang entfernt, aber auf diesen berühmtberüchtigten Schotterpisten brauchten wir 1 ½ Std. für diese Strecke. Wir passierten auf der Fahrt das ausgetrocknete Flussbett des Ndala-Flusses. In der Regenzeit wäre hier Schluss gewesen, denn unser Bus wäre kaum durch den Strom gekommen. Da wir beschlossen hatten, den Mittag am Pool der Lodge entspannt zu genießen und lieber am Abend noch einmal auf Pirsch zu gehen, fuhren wir etwas zerknirscht zurück.

Auf dem Rückweg entdeckten wir viele der imposanten Termitenhügel am Wegesrand und... da waren sie auf einmal alle. Uns kam es einer Verschwörung gleich, denn wo das Auge auch nur hinschauen konnte: ELEFANTEN! Ganze Horden mit Nachwuchs direkt greifbar an der Piste. Wir konnten sie wunderbar genau vor unserer Nase bei ihrer täglichen Körperpflege beobachten. Hier wurde mit roter Erde ausgiebig gepudert, dort suhlte man sich genauso ausgiebig im Schlamm. Selbst der Nachwuchs war nicht zu bremsen und wollte einfach nicht aus der Suhle heraus!

Als wir ein paar Kilometer weiterfuhren gerieten wir prompt zwischen die nächste Herde. Sie führte ebenfalls Nachwuchs in allen Altersklassen bei sich und ehe wir uns versahen, standen wir mit unserem Bus zwischen ihnen. Vor, neben uns sowie hinter uns schnaubte es gewaltig. Als noch eine Trompete ertönte, wurde uns doch etwas mulmig. Sie ließen uns aber in Ruhe und demonstrierten nur durch ihr Gehabe ihre Größe und Macht. Die Elefantenkonzentration im Lake Manyara NP zählt zu der höchsten Afrikas. Auf 1 km2 sollen 7 Stück der grauen Riesen kommen. Wo waren sie bloß alle heute Morgen gewesen?

Genauso sahen wir ganze Herden von Zebras, Büffeln, Gnus und Antilopen, von deren Anwesenheit auf der Hinfahrt noch nicht einmal etwas zu erahnen gewesen war. Weiter kamen wir noch an einer Gruppe Pavianen vorbei, wo sich ein Halbwüchsiger an einem Weibchen versuchte. Bitte freundlich lächeln, KLICK!

Bald darauf verließen wir den Park. Auf der Fahrt zurück zur Lodge hielten wir noch 2 x an, denn wir hatten noch immer nichts an African-Art eingekauft! Beim 2. Stopp wurden wir dann endlich fündig. Ein hübscher Massai-Kopf war mir aufgefallen und diesmal wurde man sich auch über den Preis einig. 15 € und der geschnitzte Kopf aus „echtem“ Ebenholz war uns. In der Lodge hatte ich noch eine große geschnitzte Maske eines Giraffenkopfes entdeckt, die leider mit 30 € zu Buche schlug. Sie ist aber wirklich schön gearbeitet, so dass ich den Preis doch gerne zahlte.

Zu unserem Bus zurückgekehrt überlegten wir uns letztendlich, dass eine weitere Pirschfahrt gegen Abend nicht mehr nötig sei und wir lieber den gesamten Nachmittag zur Entspannung am Pool nutzen wollten, denn morgen würde es ein langer Tag mit der Rückreise nach Nairobi und der Rückflug nach Frankfurt werden. So gaben wir James und Hamiss für den Rest des Tages frei, die sich natürlich freuten und wir sonnten uns ab 14:00 Uhr nur noch Hippo-Like faul in der Sonne.

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