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Wissenschaftliche Bezeichnung: Genetta

Verbreitung: Afrika, Europa

Die mit acht, vielleicht auch mehr Arten in Afrika und Südeuropa verbreiteten Ginsterkatzen oder Genetten sind eng mit den Zibetkatzen verwandt. Sie sind knapp hauskatzengroß, mit sehr langgestrecktem Körper, einem langen Schwanz und kleinem Kopf mit langer, spitzer Schnauze. Das Fell zeigt auf bräunlich hellem Grund dunkle Längsflecken- oder -punktreihen, die von der Schulter bis zum Schwanzansatz reichen. Der Schwanz ist stets braun-schwarz-weiß quergeringelt. Die überwiegend in Afrika beheimateten Genetten entsenden mit der Kleinfleck-Ginsterkatze (Genetta genetta) ihren einzigen Vertreter nach Südeuropa, und zwar nach Spanien und Frankreich. Neben dieser Art ist nur noch die Großfleck-Ginsterkatze (Genetta tigrina) näher untersucht.

Lebensraum und Lebensweise Sind beide Arten auch sehr ähnlich in ihrem Verhalten und in anderen biologischen Daten, unterscheiden sie sich doch in ihren Lebensräumen. Die Kleinfleck-Ginsterkatze lebt überwiegend in Steppen- und Wüstengebieten, während die Großfleck-Ginsterkatze die Busch- und Regenwaldgebiete Afrikas südlich der Sahara liebt. Beiden Genetten ist eine ungemein geschmeidige und flinke Bewegungsweise eigen. Hier findet das für die Familie namengebende »Schleichen« die höchste Vollendung. Behende klettern die Tiere auch im Geäst der Bäume. Hierbei sind ihnen die völlig rückziehbaren Krallen von großem Nutzen. Auch in ihrem Verhalten sind die Genetten die »kätzischsten« Schleichkatzen. Sie putzen sich ähnlich ausgiebig wie Hauskatzen und zeigen z. T. vergleichbare Beutefanghandlungen. Auch sieht man sie oft mit Beutetieren »spielen«.

Die Aktivitätsphase der Ginsterkatzen liegt in den Nachtstunden. Auf diese Lebensweise sind sie mit ihren feinen Sinnen, an vorderster Stelle Seh- und Hörsinn, optimal angepasst. So ist es auch verständlich, dass Genetten wohl ein ausgezeichnetes Hell-Dunkel-Sehen aufweisen, aber praktisch farbenblind sind.

Fortpflanzung In den Paarungszeiten, die für die Großfleckginsterkatze in die Monate März/April und August und für die Kleinfleck-Genette in die Monate Februar/März und Juli/August fallen, leben die sonst mehr einzelgängerischen Tiere paarweise. Das Männchen umwirbt das Weibchen mit ständigen Muckerlauten und verfolgt es, bis es seine spröde Haltung aufgibt. Das Weibchen gestattet dann dem Männchen das Beschnuppern und Belecken der Genitalregion. Katzenartig reiben die Partner jetzt auch die Köpfe und Nasen aneinander und lassen »Miau«-Töne vernehmen. Schließlich kommt es zur Begattung, in deren Schlussphase das Männchen die Katze mit dem Maul im Nacken festhält.

Nach einer Tragzeit von 70-84 Tagen kommen zwei bis sechs Junge zur Welt. Diese sind bei der Geburt im Gegensatz zu vielen anderen Zibetkatzen bereits behaart und weisen das typische Zeichnungsmuster auf. Sie öffnen die Gehörgänge mit 5-8 und die Augen mit 8-12 Tagen. Mit 21 Tagen laufen sie einigermaßen sicher auf ihren Beinen. Bis zu sechs Wochen werden die Jungen ausschließlich mit Muttermilch ernährt und nehmen dann mehr und mehr feste Nahrung zu sich. Diese Nahrung besteht in der Hauptsache aus tierischer Kost. Besonders bevorzugt werden von den Genetten Mäuse, weshalb sie schon in vorgeschichtlicher Zeit in menschlichen Siedlungen gehalten wurden.

Gefährdung Eine akute Bedrohung besteht zur Zeit zumindest für Kleinfleck- und Großfleck-Ginsterkatze nicht.

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