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Klasse: Mammalia (Säugetiere)
Ordnung: Carnivora (Fleischfresser)
Familie: Canidae (Hunde, Wölfe, Koyoten, Schakale und Füchse)
Gattung: Canis (Hunde, Wölfe, Koyoten und Schakale)
Art: Canis mesomelas
Verbreitung: östliches und südliches Afrika
Lebensraum: offene Grassteppe, Savanne
Maße und Gewichte: Körperlänge: 65 bis 105 cm
Schulterhöhe: 40 - 50 cm
Gewicht: 7 bis 15 kg
Fortpflanzung:

 Die Fortpflanzungszeit, bei den Schakalen auch Ranz genannt, fällt im Norden des Verbreitungsgebietes in die Monate Januar bis März, im Süden in die Monate Juni und Juli. Während der Ranz bleibt der Rüde ständig bei seinem Weibchen. Nach der Begattung besetzt der Rüde innerhalb es Wohngebietes mindestens 2 Wohnhöhlen. Nach einer Tragezeit von 62 bis 64 Tagen bringt das Weibchen in einer dieser Höhlen etwa 6 bis 8 Junge zur Welt. Die Welpen werden blind geboren und öffnen ihre Augen erst nach 10 bis 15 Tagen. Bei Gefahr werden die Jungen in einer Art "Tragebiß" mit den Fängen im Genick gepackt und in eine andere Höhle gebracht. Bereits nach zwei bis drei Wochen erhält der Nachwuchs neben der Muttermilch seine erste Fleischnahrung. Rüde und Fähe gehen nun abwechselnd auf die Jagd und bringen das Futter für die Jungen und den Partner herbei, indem sie am Ort des Fangs große Mengen verschlingen und nach Rückkehr zur Höhle wieder hervorbrechen.

Der Schabrackenschakal verdankt seinen Namen der dunkelgrauen Färbung seines Rückenfells. Diese erinnert an eine Satteldecke für Pferde, welche auch "Schabracke" genannt wird.

Bei uns hat der Schakal eher einen schlechten Ruf. Vielfach wird ihm nachgesagt, er sei ein "feiger Aasfresser". Dabei sind Schakale in Wirklichkeit tüchtige Jäger und Sammler, die sich jeden Tag mit großem Geschick ihre Nahrung beschaffen. Ihre Nahrungspalette reicht dabei von Heuschrecken über Eier, Knollen, Beeren und kleine Nagetiere bis hin zu Springhasen und jungen Gazellen. Aas spielt in der Regel nur eine geringe Rolle bei der Nahrungsbeschaffung.

Nun fragt man sich natürlich, woher der Schakal seinen schlechten Ruf hat.

Das erklärt sich eigentlich recht einfach. Der durchschnittliche Tourist, aber auch Abenteurer früherer Zeiten pflegen normalerweise ein bequemes Leben. Wer aber erst um 9 Uhr frühstückt, hat natürlich keine Gelegenheit, den flinken Jäger in den frühen Morgenstunden, wenn die Temperaturen noch angenehm kühl sind, bei der Arbeit anzutreffen. Später, in der heißen Zeit des Tages, jagen Schakale aber nicht. Dann lassen sie sich bestenfalls dazu verführen, sich an der Mahlzeit eines Löwenrudels zu beteiligen, wenn diese das Interesse an den Überresten ihrer eigenen Jagd verlieren. Also wird der typische Fotosafari-Europäer den Schakal nie anders erleben, als unter Geiern und anderen Assfressern und schon ist ein Klischee geboren.

Ein weiterer Punkt, der dem Schakal einen eher abwertenden Ruf verschafft, ist das Verhalten bei der Nahrungsverteilung. Im Gegensatz zu den meisten hundeartigen Tieren besitzen Schakale einen ausgeprägten Futterneid. Jedes Mitglied des Rudels fordert lautstark seinen Anteil an der Beute ein und verteidigt diesen energisch gegen Artgenossen.

In den Mythen und Märchen Afrikas hingegen spielt der Schakal eine viel bessere Rolle. Hier wird er als schlaues und listiges Tier, vergleichbar unserem Fuchs, dargestellt.

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