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Klasse: Mammalia (Säugetiere)
Ordnung: Pinnipedia (Seehunde, Seelöwen und Walrosse)
Familie: Otariidae (Seelöwen, Pelzrobben und Ohrenrobben)
Gattung: Arctocephalus (Pelzrobben)
Art: Arctocephalus pusillus
Verbreitung: Küste von Südafrika und Namibia
Lebensraum: Küstengewässer und offener Ozean
Maße und Gewichte: Körperlänge (Männchen): 200 - 220 cm
Körperlänge (Weibchen): 140 - 160 cm
Gewicht (Männchen): 250 - 350 kg
Gewicht (Weibchen): 60 - 120 kg
Fortpflanzung:

Die Paarungszeit der südafrikanischen Pelzrobben beginnt im Oktober. Zu dieser Zeit kommen auch die Bullen in die Kolonie und bleiben etwa 6 Wochen. Jeder Bulle versammelt nun einen "Harem" von 5 bis 25 Kühen um sich. Das befruchtete Ei verbringt die ersten drei Monate in einem Ruhezustand. In den folgenden neune Monaten entwickelt sich dann das Junge. So finden die Geburten meist im November oder Dezember statt. Das Junge wiegt bei der Geburt etwa 4,5 bis 7 kg. Bereits nach einer Stunde beginnt der Nachwuchs bereits damit, bei der Mutter zu saugen. Der Kleine wird dann noch fast ein Jahr lang Muttermilch erhalten, frisst aber bereits ab dem 4. Lebensmonat auch die ersten kleinen Fische. Kehrt die Mutter von der Nahrungssuche im Meer zurück, findet sie ihr Junges durch Rufen wieder. Mehr als 30% der Jungen sterben durch Frühgeburten, Verletzungen oder Verhungern, wenn sie von der Mutter getrennt werden. In dieser Quote sind die durch menschliche Jagd angerichteten Schäden nicht mit eingerechnet.

Die südafrikanischen Seebären sind die größte aller Seebärenarten. Man schätzte die Gesamtpopulation 1999 auf etwa 850.000 Tiere. Die erwachsenen Männchen haben ein graubraunes bis schwarzgraues Fell, Weibchen weisen eine etwas hellere graubraune Färbung auf. Ein ausgewachsener Seebär mit einem Gewicht von 300 kg benötigt pro Tag rund 24 kg Fisch. Die Tiere fangen dabei rund 20 verschiedene Arten Fisch und Cephalopoden, darunter Makrelen und Anchovis. Ihre Nahrung jagen die Robben in den Gewässern bis ca. 5 km Entfernung von der Küste. Sie tauchen dabei 40 bis 50 Meter tief und können bis zu 5 Minuten unter Wasser bleiben.

Die meisten Tiere leben an der Küste Namibias. Nach Angaben der Tierschutzorganisation IFAW sind im Jahr 1994 ca. 200 000 der damals insgesamt 600 000 bis 800 000 Robben durch eine bislang unbekannte Ursache gestorben. Trotzdem erhielten Konzessionäre 1994 die Erlaubnis, 55.000 Robbenwelpen und 12.000 Bullen zu schlagen. Für 1995 wurde die Quote auf 13.200 Heuler und 4.250 Bullen reduziert. Die namibische Regierung, vertreten durch den Fischereiminister Hifikepunye Pohambo, ist der Meinung, dass der einzige konkrete Hinweis auf die Ursache des Robbensterbens ein akuter Mangel an Nahrung, sprich Fisch, war. Die Robbenbevölkerung sei auf eine ungesunde und untragbare Ebene angestiegen und das Massensterben diene der natürlichen Balance dieser Population. Da die Tiere sowieso sterben, sei es besser, diese wirtschaftlich zu nutzen.

Ein verständlicher Standpunkt, wenn man bedenkt, dass allein die Genitalien männlicher Robben für gut 1.250 US$ pro Stück in Ostasien an den Mann gebracht werden, von den Erlösen für die Pelze ganz zu schweigen. Leider ist die Regierung Namibias noch nicht auf die Idee gekommen, das Robbensterben könnte durch die gnadenlose Überfischung der Küstengewässer verursacht worden sein. Immerhin fängt Namibias Flotte gut 700.000 Tonnen Fisch pro Jahr.

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