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Wissenschaftliche Bezeichnung: Oryx

Verbreitung: Afrika

Die Spießböcke tragen ihren Namen nach den extrem langen und fast immer geraden Hörnern, die in ihrer unteren Hälfte geringelt sind. Die Hörner der Weibchen sind oft dünner und länger als die der Männchen. Der Rumpf ist kräftig; der Hals wird meist erhoben getragen. Der Schwanz besitzt eine lange Endquaste. Das Gesicht ist schwarzweiß gezeichnet.

Lebensraum Spießböcke bewohnen Savannen, trockenen Dornbuschwald, Halbwüsten und Wüsten im Norden, Süden und Osten Afrikas sowie auf der Arabischen Halbinsel. Die Arabische oder Weiße Oryx (Oryx leucoryx) ist am besten an das Wüstenklima angepasst.

Lebensweise Wie kaum eine andere Großsäugerart sind Spießböcke für das Leben in Sonne und Hitze geeignet. Offene Wasserstellen stehen den Tieren dieser Gebiete normalerweise nicht zur Verfügung. Sie müssen ihren Wasserbedarf aus der Nahrung decken. Wüstengräser enthalten während der Tageshitze nur etwa 1% Wasser. Sie sind so spröde, dass sie bei Berührung abbrechen. Nachts steigt die Luftfeuchte. Die Gräser nehmen durch Quellung etwa 30% ihres Gewichtes an Wasser auf. Dieses Wasser deckt weitgehend den Bedarf einer Oryx von 4 -5 l täglich. In Trockenperioden weiden Spießböcke deshalb vorwiegend nachts.

Eine weitere Anpassung ist der Schutz gegen Hitze. Das Luftpolster im Fell isoliert gegen die Wärmestrahlung. Die Körpertemperatur kann über den Normalwert von 38 °C um 5 °C ansteigen, ohne dass es die Oryx nennenswert belastet. Das empfindliche Gehirn ist vor Überhitzung geschützt: Die Nasenhöhle wirkt durch Verdunstung wie ein Kühlaggregat. Das durch die Nasenhöhle strömende Blut kühlt seinerseits wieder die das Gehirn versorgenden Arterien. So behält die Oryx trotz extremer Hitze »einen kühlen Kopf«.

Spießböcke sind gesellig und leben in Rudeln von 2-20 Tieren, manchmal bilden sie auch Herden von 100-200 Tieren. Zur Paarungszeit leben sie oft paarweise. Spießböcke sind sowohl tagsüber als auch nachts aktiv. Sie halten sich oft in Gesellschaft von Zebras und Gazellen auf. Die Spießböcke wandern weit umher auf der Suche nach Weideplätzen. Oryx sind im allgemeinen scheu und lassen Menschen nicht näher als 200-300 m an sich herankommen. Von ihren Sinnesorganen ist das Auge vergleichsweise gut entwickelt.

Spießböcke verteidigen sich mit ihren Hörnern gegen Angriffe von Raubtieren. Sie senken den Kopf in der Abwehr so weit, dass die Hornspitzen nach vorn weisen und stoßen mit großer Treffsicherheit zu.

Fortpflanzung Das Paarungsvorspiel besteht regelmäßig aus einem »Paarungskreisen« von Männchen und Weibchen umeinander. Zwischendurch kommt es zu Fechtduellen, bei denen die Partner die Hörner kreuzen. Wenn das Weibchen nach dem Paarungsvorspiel schließlich stehen bleibt, führt das Männchen den Laufeinschlag aus; dann reitet es auf. Die Tragzeit der Oryx beträgt rund 270 Tage. Normalerweise setzen sie nur ein Junges pro Wurf. Das Muttertier sondert sich zum Werfen vom Rudel ab.

Nahrung Spießböcke fressen vorwiegend Gräser. Sie graben auch mit den Vorderläufen nach unterirdisch wachsenden Knollen, Wurzeln und Früchten wie die wasserreiche Tsamma, eine Melonenart.

Arten Es lassen sich 4 Arten der Gattung Oryx unterscheiden: der Ostafrikanische Spießbock oder Beisa (Oryx beisa), der Südafrikanische Spießbock (Oryx gazella), der Arabische oder Weiße Spießbock (Oryx leucoryx) und die Säbelantilope (Oryx dammah).

Gefährdung Südafrikanischer und Ostafrikanischer Spießbock sind in mehreren Nationalparks geschützt und in ihrem Bestand z. Zt. nicht gefährdet. Der Arabische Spießbock wurde in Freiheit nahezu völlig ausgerottet und in Arabien in geringer Zahl wieder ausgesetzt. Die Art ist stark gefährdet ebenso wie die Säbelantilope, die ebenfalls bis auf Reste ausgerottet wurde.

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