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Wissenschaftliche Bezeichnung: Oriolidae

Verbreitung: Europa, Asien, Afrika, Australien

Ihre ausnahmslos aus Insekten bestehende Nahrung hat den Bienenfressern oder Spinten ihren Namen gegeben. Diese Vögel bevorzugen besonders Bienen, Wespen und Hornissen, die sie meist im Fluge fangen. Um zuerst den Stechapparat unschädlich zu machen, verschlucken die Spinte diese Insekten nicht sofort, sondern schlagen sie mehrfach gegen einen harten Gegenstand. Diese Prozedur lassen sie häufig auch ungefährlichen Beutetieren angedeihen. Der Name Regenbogenvögel, mit dem die Bienenfresser zuweilen auch bezeichnet werden, nimmt Bezug auf ihr äußerst prachtvoll gefärbtes Gefieder. Die Farben Blau, Braun und Grün herrschen hier vor, meist sind kleinere Bereiche rot oder gelb abgehoben. Nur der Scharlachspint (Merops nubicus) Afrikas ist mit Ausnahme seines blaugrünen Kopfes überwiegend rot gefärbt.

Verbreitung Die Arten der Bienenfresser bewohnen fast alle Erdteile. Sie fehlen nur in Amerika und auf Neuseeland.

Lebensweise Mit Ausnahme weniger waldbewohnenden Arten - wie etwa der Nachtspinte Südasiens (Gattung Nyctyornis) - leben die Spinte vorzugsweise in offenen, nur licht mit Bäumen und Büschen bestandenen Landschaften. Hier trifft man sie in der Nähe von Gewässern an, in deren Uferböschungen sie gerne ihre bis zu 2,5 m langen Brutröhren graben.

Alle Arten leben gesellig; wenn sie nicht in großer Zahl jagend umherfliegen, erinnern sie mit ihren kurzen Beinen, langen spitzen Flügeln und Schwänzen an Schwalben. So werden die Bienenfresser in Australien auch als Goldschwalben bezeichnet.

Der Europäische Bienenfresser (Merops apiaster) bewohnt zur Brutzeit ganz Südeuropa, das Mittelmeergebiet und dringt östlich bis zum Himalaya vor. Im Winter zieht er bis in den Süden Afrikas bzw. nach Indien. Sein Verbreitungsgebiet deckt sich teilweise mit dem des Blauwangenspints (Merops superciliosus), der jedoch weiter ostwärts nach Asien und südwärts nach Afrika vordringt.

Bei einer Größe von 28 cm wiegt der Bienenfresser etwa 60 g. Das mittlere Steuerfederpaar überragt den 10 cm langen Schwanz um 2-3 cm. Diese »Spieße« fehlen Jungvögeln. Der abwärts gebogene Schnabel wird bis 4 cm lang. Die Weibchen unterscheiden sich kaum von den Männchen, sie sind etwas kleiner und weniger scharf gezeichnet.

Fortpflanzung Beide Eltern bebrüten die in einer unterirdischen Nisthöhle abgelegten 5-8 fast kugelrunden Eier etwa 3 Wochen lang. Die anfangs nackten und blinden Jungen werden bis zum Flüggewerden im Alter von 30 Tagen und auch noch danach von beiden Altvögeln gefüttert, bis sie selbständig ihrer Beute nachjagen können.

Gefährdung In Deutschland zählt der Bienenfresser (Merops apiaster) zu den gefährdeten Tierarten.

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