.
Bienenfresser
Flamingo
Hornrabe
Marabu
Nashornvogel
Perlhuhn
Rosapelikan
Sekretär
Storch
Strauß
Trappe
Webervogel
Widavogel
Wiedehopf
Witwenvogel
Würger

◄ zurück...

 
 
Wissenschaftliche Bezeichnung: Tockus

Verbreitung: Afrika, Asien

Die 14 Arten der Tokos stellen mit 42-50 cm Körperlänge die kleinsten Vertreter der Nashornvögel. Sie sind bis auf 2 südostasiatische Arten in Afrika verbreitet.

Lebensweise In ihren Lebensgewohnheiten unterscheiden sich die Tokos nur wenig von den anderen Arten der Familie. So findet man sie überwiegend im Buschland oder in lichten Wäldern; hier leben sie paarweise, in kleineren Verbänden oder in größeren Schwärmen. Nur der Zwergtoko (Tockus camurus) bevorzugt die feuchten Sumpfgebiete. Für die Einheimischen kündigt sich die Anwesenheit der Tokos schon auf große Entfernungen an, denn ihre lauten und schrillen, aber durchaus arttypischen Rufe tragen sehr weit; der Hartlaubtoko (Tockus hartlaubi) ist dagegen sehr schweigsam. Die Geschlechter der überwiegend bräunlich-weiß oder schwarz-weiß gefärbten Vögel unterscheiden sich äußerlich nur wenig.

Ernährung In reichlicher Menge werden von den Tokos große Insekten (z. B. Heuschrecken und Termiten) erjagt, von manchen Arten sogar im Fluge. Ebenso stehen - abhängig von der Jahreszeit - nahrhafte Früchte auf dem Speisezettel, die sie direkt von den Bäumen pflücken oder am Boden aufsammeln. Der Elstertoko (Tockus semifasciatus) hält sich sogar mit Vorliebe in den Ölpalmen auf und wird in seiner Heimat auch als »Palmvogel« bezeichnet. Darüber hinaus betätigen sich einige Arten als Nesträuber bei Weber- und Nektarvögeln; sie fressen die Jungvögel und zerstören dabei die Nester völlig.

Brut Die Paarbildung hält bei den Tokos das ganze Leben über. Der Beginn der Brutzeit ist vor allem an klimatische Faktoren gebunden, denn es muss sowohl feuchte Erde für die Einrichtung der Bruthöhle als auch ein ausreichendes Nahrungsangebot für die Jungenaufzucht zur Verfügung stehen; das ist in trockneren Gebieten erst nach Einsetzen der Regenzeit der Fall. Beispielsweise brütet der Grautoko (Tockus nasatus) im Senegal von August bis September, in Nigeria von Januar bis April und im südlichen Kongo von Juli bis November.

Das Nest legen die Tokos in der für alle Nashornvögel typischen Weise (Ausnahme Hornrabe) in einer großen Baumhöhle an, deren Eingang mit feuchter Erde, vermischt mit Kot oder Speichel, bis auf einen schmalen Spalt zugemauert wird. Während dieser Spalt bei den Baumhöhlen des Kronentokos (Tockus albiterminatus, 48-50 cm Körperlänge) immerhin 18 mm beträgt, mißt er beim Nest des Rotschnabeltokos (Tockus erythrorhynchus, 43-45 cm Körperlänge) nur 10 mm. Durch diesen Spalt wird das in der Höhle eingeschlossene Weibchen vom Männchen gefüttert; auf der anderen Seite können das Weibchen oder die Jungvögel ihre Exkremente nach außen absetzen. Da die Bruthöhle oft hoch in den Bäumen liegt, ist der Spalt vom Boden aus nicht zu erkennen und bietet auch sonst Schutz gegen Feinde aller Art.

Meist werden vom Weibchen 2-4 Eier erbrütet. Beim Rotschnabeltoko wurden bis zu 6 Eier gezählt, die mit einem Legeabstand von 5-7 Tagen gelegt werden. So verbringen die Weibchen eine beachtliche Zeit in ihrer Höhle, denn auch die Brutzeit kann bis zu einem Monat betragen. Sind die Jungen geschlüpft, verbleiben die kleineren Arten noch etwa 11/2 Monate im Nest. Die Mutter verlässt bei den meisten Arten die Höhle bereits 3 Wochen, bevor die Jungen ausfliegen, da die Nahrung nicht mehr allein vom Männchen beschafft werden kann. In diesem Fall verschließen die Jungvögel den Eingang selbständig von innen.

▲ nach oben